Medien und Digitalpastoral
Gemeindepastoral, Besondere Felder und Dienste der Seelsorge
Die Fachstelle Medien & Digitalpastoral in der Hauptabteilung Seelsorge beschäftigt sich umfassend mit dem Thema Digitalität in der Kirche. Sie begleitet und entwickelt Konzepte für Pastoral im Netz und unterstützt sowohl Hauptamtliche als auch Ehrenamtliche dabei, digitale Möglichkeiten für den Dialog über Gott, Kirche, Glaube und die Welt zu nutzen.
Die Fachstelle ging aus der AV-Medienzentrale hervor, hieß vorübergehend Fachstelle Medien & Digitales und seit 1. Januar 2026 nun „Medien und Digitalpastoral“.
Darüber hinaus betreut die Fachstelle die Streaming- und Verleihplattform für religionspädagogische Medien, die früher unter dem Namen AV-Medienzentrale bekannt war. Das Angebot richtet sich an alle im Bistum aktiven Multiplikator/-innen, die nach qualitativ hochwertigen Film-Medien für den Religionsunterricht, Pfarrei und Erwachsenenbildung suchen.
Digitalität als Lebenswelt(en), nicht als Ersatz
„Digitalpastoral ist kein Ersatz für bewährte kirchliche Angebote, sondern eine notwendige Ergänzung“, betont Tanja Köglmeier, Leiterin der Fachstelle. Ziel ist es, Seelsorge dort stattfinden zu lassen, wo Menschen heute ihren Alltag gestalten: in digitalen Räumen. Dabei steht der Mensch mit seinen Sorgen und Bedürfnissen im Mittelpunkt – die Technik dient lediglich als Brücke für Begegnungen und Austausch.
Digitale Kultur und Künstliche Intelligenz
Die Fachstelle begreift digitale Räume nicht als reine Informationskanäle, sondern als kirchliche Handlungsräume mit eigenen Regeln für Kommunikation und Gemeinschaft. Pastorale Arbeit bedeutet hier, den Dialog auf Augenhöhe zu suchen und digitale Räume für Gottesbegegnung, Glaubenspraxis und Glaubenskommunikation zu öffnen. Durch gezielte Qualifizierung und Begleitung unterstützt die Fachstelle pastorale Multiplikatoren dabei, diese Präsenz aktiv zu gestalten.
Ein zentraler Baustein der Neuausrichtung ist die Vermittlung von KI-Kompetenz. Die Fachstelle als Schulungsinstanz unterstützt haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in der Pastoral, Künstliche Intelligenz (KI) nicht nur anzuwenden, sondern deren Einsatz im Einzelfall ethisch zu bewerten. Dabei geht es vor allem darum, wie KI das christliche Menschenbild sowie das Vertrauen in seelsorgliche Beziehungen beeinflusst – ein entscheidender Unterschied zur klassischen Medienkompetenz.
Vernetzung über Bistumsgrenzen hinweg
Die Fachstelle entwickelt und begleitet konkrete Projekte wie das geplante Ehrenamtsportal „verNETZwerkt“ und qualifiziert haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende zu Themen wie Künstlicher Intelligenz oder digitaler Kommunikation in der Pastoral. Parallel dazu baut sie frei zugängliches Wissen rund um Digitalpastoral für alle Ebenen der Pastoral auf.
Zudem ist sie bundesweit vernetzt: Über das Portal www.digitalpastoral.de tauschen sich die Regensburger Experten mit Kollegen aus anderen Bistümern aus, um gemeinsam Qualitätsstandards für die pastorale Arbeit im Netz zu entwickeln. Damit wird sichergestellt, dass innovative Ansätze geteilt und über Bistumsgrenzen hinweg nutzbar gemacht werden.